Pressemitteilung: GRÜNE JUGEND Bochum fordert entschiedene Bekämpfung der Kinderarmut im Ruhrgebiet

Niemand ist selbst Schuld daran in Armut zu leben, erst recht Kinder nicht, dabei sind sie und Jugendliche besonders häufig armutsbetroffen.

Dazu Ensar Ahiskali, sozialpolitische*r Sprecher*in der GJ Bochum: „Kinderarmut ist im reichen Deutschland ein riesen Problem. Besonders hoch ist das Armutsrisiko für Kinder in Familien mit alleinerziehenden Eltern oder mit mehr als 2 Kindern.“

Das führt dazu, dass immer mehr junge Menschen von sozialer und kultureller Teilhabe ausgeschlossen werden. Die Ursache dafür sehen wir im Kapitalismus, der auf prekäre Arbeitsverhältnisse und Armut angewiesen ist!

Auf ihrer Mitgliederversammlung hat die GRÜNE JUGEND Bochum deshalb folgende Forderungen aufgestellt:

  • Soziale Teilhabe für alle! Kinder und Jugendliche brauchen kostenfreien
    Zugang zu Kultureinrichtungen.
  • Es braucht eine Kindergrundsicherung, die ihren Namen verdient hat!
  • Kinder- und Jugendeinrichtungen müssen besser finanziert werden!
  • Mobilität ist die Grundlage sozialer Teilhabe. Kostenloser ÖPNV für alle!

Insbesondere, dass von staatlicher Seite gerade an vielen Angeboten für Jugendliche gespart wird, macht uns große Sorge. Unserer Auffassung nach sind solche konkreten Forderungen aber auch nur eine – leider nötige – Symptombekämpfung. Längerfristig kämpfen wir weiterhin für einen Systemwechsel.


Gesellschaftliche Spaltung an den Schulen überwinden! – Für ein solidarisches Schulsystem

Unsere Gesellschaft ist tief gespalten. Die Ursache dafür ist aber nicht – wie
Konservative behaupten – das Recht auf Asyl. Was die gesellschaftliche Spaltung
wirklich vorantreibt sind die immer weiter steigende soziale Ungleichheit,
Rechtsextremismus und Diskriminierung. An den Schulen wird das besonders
deutlich. Deshalb müssen die Schulen dem endlich entschieden entgegenwirken.
Damit das funktioniert, muss auch der Lehrkräftemangel bekämpft werden.

Soziale Ungleichheit bekämpfen:

Sei es das dreigliedrige Schulsystem oder die hohen Kosten, die für
Klassenausflüge, Fahrten, Schulmaterialien oder Mittagsessen für die Familien
anfallen. In der Schulzeit wird die soziale Ungleichheit zwischen Schüler*innen
sehr deutlich, vor allem wenn es darum geht, wer sich noch ein Mittagsessen
leisten kann und wer nicht. Die Unterteilung in Gymnasium, Haupt- und Realschule
treibt die gesellschaftliche Spaltung zwischen arm und reich noch weiter voran.

Wir fordern:

  • Die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems! Es ist ein Relikt aus der
    Drei-Klassen-Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und verfestigt Klassismus.
    Am Ende der Grundschulzeit schon nach Leistung zu selektieren und damit
    eine wegweisende Entscheidung für den späteren Lebensweg der Schüler*innen
    zu treffen, ist extrem anmaßend.
  • Soziale Ungleichheit muss an den Schulen bekämpft werden! Teilhabe an der
    Digitalisierung, sowie an Fahrten und Ausflügen, darf nicht vom Geldbeutel
    der Eltern abhängen. Der Staat muss die Kosten dafür übernehmen und
    Schüler*innen mit Schulmaterial und Geräten ausstatten!
  • Schulbildung muss unabhängig von der sozialen Stellung der Eltern sein.
    Noch immer ist der Lernerfolg von Schüler*innen extrem davon abhängig, ob
    sie Unterstützung von ihren Eltern bekommen. Die können aber viele Eltern
    nicht leisten, seien es fehlende Deutschkenntnisse oder der Zwang viel zu
    arbeiten, um sich überhaupt über Wasser zu halten. Diese ungleichen
    Voraussetzungen müssen die Schulen ausgleichen. Durch persönliche
    Betreuung der Schüler*innen, aber auch durch kostenlose Nachhilfe- und
    Freizeitangebote.

Lehrkräftemangel bekämpfen:

Um den Lehrkräftemangel zu bekämpfen helfen Forderungen in der KMK, Lehrkräfte
könnten ja in Zukunft zwei Klassen hybrid unterrichten, niemandem weiter. Das
ist ein Schlag ins Gesicht für alle Lehrkräfte, die jetzt schon total überlastet
sind. Vor allem, da sie extrem viel Arbeitszeit in Unterrichtsvorbereitung und
Korrekturen stecken, die gar nicht in ihre Arbeitszeit einberechnet wird. Der
Beruf muss attraktiver werden, das erreicht man mit solchen Forderungen aber
noch viel weniger. Eine weitere Forderung: größere Klassen. Gehts noch? Die
Klassen sind an den meisten Schulen schon jetzt viel zu groß. Das ist extremst
belastend, sowohl für Lehrkräfte, als auch für Schüler*innen.

Wir fordern:

  • Schluss mit dem defacto-Vollzeitzwang! Es brauch bessere
    Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte. Das bedeutet unter anderem kleinere
    Klassen und weniger Arbeitszeit bei voller Bezahlung! Außerdem muss die
    Arbeit von Grundschullehrkräften endlich angemessen anerkannt werden. Hier
    müssen die Gehälter deutlich steigen.
  • In dem meisten Schulen müssen die eh schon wenigen Informatiklehrkräfte
    auch noch die gesamte IT-Administration der Schule übernehmen. Das kann
    nicht sein! An den Schulen müssen eigene Stellen nur für die Wartung der
    digitalen Infrastruktur geschaffen werden.
  • Eine gute Ausstattung der Schulen! In den meisten öffentlichen Schulen
    fehlen Geräte um naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen. Es muss
    deutlich mehr Geld in die Ausstattung der Schulen gesteckt werden. Erst
    dann können die Lehrkräfte auch wirklich guten Unterricht für die
    Schüler*innen machen.

Quelle:

Kein Raum für Rechtsextremismus und Diskriminierung:

Hakenkreuze auf Schultoiletten. Hitlergrüße, Rassismus und Antisemitismus auf
dem Schulhof. Das ist leider auch an vielen Bochumer Schulen Alltag. Schulen
müssen ein Safe-Space für alle sein.

Vor wenigen Monaten erst wurde öffentlich, dass an einer Schule in Brandenburg
in großem Stil rechtsextreme Hassbotschaften verbreitet wurden und auf
Klassenfotos der Hitlergruß gezeigt wurde. Zwei Lehrkräfte die diese Vorfälle
öffentlich machten und eine Demo dagegen organisierten, wurden daraufhin
gewissermaßen von ihrer Schule verjagt.

Erschreckenderweise werden solche Fälle – vor allem von den Schulleitungen –
meistens als Einzelfälle abgetan und ignoriert. Das finden wir einfach nur
erschreckend – gerade in einer Zeit in der rechtsextreme Parteien wie die AfD in
den Umfragen bei über 20 Prozent liegen. Denn auch solche vermeintlichen
Kleinigkeiten tragen zur Diskursverschiebung nach rechts bei und führen dazu,
dass sich viele Schüler*innen und Lehrkräfte an ihren eigenen Schulen zutiefst
unwohl fühlen.

Wir fordern:

  • Ein konsequentes Vorgehen gehen jede Form von Diskriminierung und
    Rechtsextremismus an Schulen. Solche Vorfälle dürfen durch Schulleitungen
    nicht länger totgeschwiegen und toleriert werden – stattdessen müssen
    diese klar benannt werden und es muss deutlich mehr antifaschistische
    Aufklärungsarbeit gemacht werden.
  • Die Schulen können sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen, in dem
    sie mal in einer Stufe eine Gedenkstättenfahrt organisieren.
    Bildungsarbeit gegen Faschismus und Diskriminierung funktioniert nur, wenn
    sie dauerhafter Bestandteil des Unterrichts ist. Das muss stärker in der
    Lehrkräfteausbildung berücksichtigt werden.

Quelle:

Kinderarmut hat System – Kapitalismus ist das wahre Problem!

Jedes vierte Kind in Bochum wächst in Armut auf.

Viele Eltern dieser Kinder arbeiten in Vollzeitjobs, verdienen jedoch so wenig,
dass es kaum zum Leben reicht. Viele Familien beziehen Sozialhilfe.

Niemand ist selbst schuld daran, in Armut zu leben. Besonders Kinder können
nichts für ihre Situation. Und dennoch ist keine Altersgruppe so stark von Armut
bedroht, wie Kinder und Jugendliche.

Kulturelle und soziale Teilhabe werden zum Luxusgut. Der Besuch im
Schauspielhaus oder Kino, Kinderpunsch auf dem Weihnachtsmarkt oder der
Unterricht in der Musikschule – all das ist schon längst nicht mehr
selbstverständlich.

Doch diese Armut ist nicht naturgegeben. Diese Armut hat System. Und dieses
System heißt Kapitalismus.

Wir arbeiten jeden Tag in Jobs, die uns keinen Spaß machen, um zumindest Miete
und Essen finanzieren zu können. Trotzdem haben wir ab Mitte des Monats Angst,
auf unseren Kontostand zu blicken. Trotzdem stehen wir an der Supermarktkasse
und hoffen, dass wir alles bezahlen können. Und währenddessen sitzen CEOs auf
ihrer Designercouch in einer Villa und überlegen, sich einen dritten Porsche zu
kaufen. Und zwar mit den Profiten, die sie ohne unsere Arbeit niemals hätten.

Dieser Ungerechtigkeit begegnen wir mit Solidarität. Wir wissen, dass wir
stärker sind als das obere 1%. Wenn wir uns nicht spalten lassen und erkennen,
dass Armut, patriarchale Strukturen, Rassismus und alle anderen Auswirkungen des
Kapitalismus zusammenhängen.

Deshalb fordern wir gemeinsam:

  • Soziale Teilhabe für alle! Kinder und Jugendliche brauchen kostenfreien
    Zugang zu Kultureinrichtungen.
  • Eine Kindergrundsicherung, die ihren Namen verdient hat!
  • Kinder- und Jugendeinrichtungen müssen besser finanziert werden!
  • Mobilität ist die Grundlage sozialer Teilhabe. Kostenloser ÖPNV für alle!

Wir wissen, dass prekäre Arbeit und Armut eine Notwendigkeit des Kapitalismus
sind. Und deshalb wissen wir, dass die Umsetzung dieser Forderungen nur der
Anfang ist. Um dafür zu sorgen, dass in Zukunft kein Kind in Armut aufwachsen
muss, stehen wir zu unserer antikapitalistischen Grundhaltung. Deshalb arbeiten
wir weiter daran, dass System von links unten zu verändern!

Soziale Teilhabe vor Konsum!

Konsum statt soziale Teilhabe. Das steckt hinter der kommunalen Haushaltsplanung der Stadt Bochum. Während man Millionen in ein neues Einkaufscenter pumpt, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten, weigert man sich die Vergnügungssteuer für Clubs auszusetzen. Auch wenn die Grünen das nicht wahrhaben wollen leben wir immer noch in krisenhaften Zeiten. Viele Bochumer*innen müssen jeden Cent zweimal umdrehen und auf vieles verzichten.
Noch mehr ärgert uns das neoliberale Framing des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, der ganz nach Christian Lindner das Märchen der schwarzen Null anpreist. Wir sind natürlich der Meinung, dass der Bund mehr finanzielle Mittel für Kommunen bereit stellen muss. Dies haben wir insbesondere in der ganzen Scheindebatte um Geflüchtete realisiert. Es sollten nicht verschiedenen Kulturförderungen gegeneinander ausgespielt werden. Der Staat funktioniert nicht wie ein Privatkonto, sondern hat ganz andere Mittel sich zu finanzieren oder zu verschulden.

– Ensar, sozialpolitische*r Sprecher*in

Dem Morgenrot entgegen – Diese Welt muss unsere sein!

❤️‍🔥❤️‍🔥 Das war sie unsere Landesmitgliederversammlung

✊✊ Wir haben uns an einem Wochenende damit beschäftigt, dass es Utopien braucht, um links zu sein! Wir hatten viele verschieden Workshops und vor allem haben wir einen neuen Landesvorstand und viele andere Posten gewählt.

🫶🫶 Wir wünschen dem neuen Landesvorstand ganz viel Erfolg bei der Arbeit: Laura und Vivi als neue Sprecherinnen, Linus als neue politische Geschäftsführung, Markus als neuer Schatzmeister und Viktoria, René, Deborah und Pauli als weitere neue Mitglieder des Landesvorstands!

✨✨Außerdem freuen wir uns sehr, dass Evelina erneut in das Bildungsteam gewählt wurde. Wir wünschen dir ganz viel Erfolg bei deiner Arbeit!

Straßenbild „Alles für alle!“

❌ Die Mieten steigen gefühlt ins Unendliche, unsere Ausbildungsvergütung oder das Bafög reichen schon lange nicht mehr zum Leben und überall sehen wir Krisen…

✊ Wir lassen uns das nicht länger gefallen! Unsere Antwort heißt Solidarität und politischer Kampf von unten! Egal ob beim Streik der Beschäftigten der Verkehrsbetriebe, bei der Demo für die Vergesellschaftung von Wohnkonzernen oder mit Pinsel in der Hand vor dem Schauspielhaus – wir rütteln an den Machtstrukturen!

🔥 Wir brauchen ein System, das die Bedürfnisse aller Menschen im Blick hat!

Pressemitteilung: Straßenbild „Alles für alle“ hat stattgefunden

Gruppenbild nach der Aktion – Foto: Vi Westerboer

Wir als GRÜNE JUGEND Bochum haben am 1.11.2023 ein Straßenbild unter dem Motto „Alles für alle“ auf dem Vorplatz des Schauspielhauses gestaltet. Dieses war Teil unserer Bildungsreihe zum Thema Antikapitalismus. Bei der Aktion haben etwa 20 Menschen teilgenommen, am Straßenbild gemalt oder einfach interessante Gespräche mit Getränken und Snacks geführt.

„Mit unserem Straßenbild zum Thema Antikapitalismus möchten wir mit Menschen über die Ungerechtigkeiten unserer Zeit ins Gespräch kommen. Egal ob am Arbeitsplatz, auf dem Wohnungsmarkt oder in der Gesundheitsversorgung – wir glauben, dass eine gerechtere Welt möglich ist. Wir wollen sichtbar sein in der Stadt. Und natürlich hoffen wir, bei der Aktion als Gruppe extrem viel Spaß zu haben!“ – Motte Milow (Bildungsteam GJ Bochum).

Während der Aktion, die über fünf Stunden ging, sind immer wieder interessierte Passant*innen auf uns zugekommen, um mit uns über das Straßenbild und unsere Forderungen ins Gespräch zu kommen.

Wir fordern im Rahmen der Aktion und unserer Bildungsphase:

  • Wohnen darf kein Luxus sein! Vonovia und Co. müssen vergesellschaftet werden!
  • Wir brauchen endlich eine Vermögenssteuer und eine solidarische Erbschaftssteuer!
  • Bafög und Ausbildungsvergütung müssen an die Inflation angepasst werden!
  • Weg mit der Schuldenbremse! Wir brauchen endlich Investitionen in unsere Zukunft!

Wir lassen uns Mieterhöhungen und Kürzungen bei Sozialleistungen nicht gefallen und zeigen Solidarität. Wir brauchen ein System, dass die Bedürfnisse aller Menschen im Blick hat – und dafür braucht es Klassenbewusstsein.

SOLIDARITÄT. GRENZENLOS!

✊✊Am Wochenende fand der 57. Bundeskongress der Grünen Jugend in Leipzig statt!

❤️‍🔥❤️‍🔥Wir haben viel diskutiert, das neue Corporate Design & die Europawahlkampagne vorgestellt bekommen, aber wir haben vor allem auch einen neuen Bundesvorstand gewählt.

🚩🚩Wir gratulieren Katharina und Svenja als neue Bundespsrecherinnen, Jannika als Schatzi, Jonathan als politische Geschäftsführung, auch Magda, Pia, Nico, Julia, Heinrich und Charlotte als weitere Mitglieder des Vorstands. Wir freuen uns riesige auf die Zeit mit euch!

📢📢Wir haben vieles kritisiert und verurteilt, aber uns auch für den internationalistischen linken Kampf gestärkt. Maaßen ist sogar aus seiner rechten Ecke gekrochen und hat vorgeschlagen, und als Grüne Jugend zu verbieten. Na wenn wir dann nicht alles erreicht haben.

🫶🫶Danke an die ganze Orga und an den alten Bundesvorstand. Sarah, Timon, Lysander, Amal, Josepha und Philine. Wir hoffen, ihr werdet immer ein Teil unseres Verbandes bleiben.

Pressemitteilung: Straßenbild „Alles für alle“

Wir als Grüne Jugend Bochum haben geplant ein Straßenbild (Titel: „Alles für alle“) am 01.11.2023 auf dem Vorplatz des Schauspielhaus Bochums zum Thema Antikapitalismus zu gestalten. Das Motiv sollen viele Menschen sein, die aus ihren Wohnungen heraus, in einem Geldregen, jubeln, während daneben brennende Firmen zu sehen sein werden. Beginnen wird die Aktion um 11 Uhr und das Foto von dem fertigen Straßenbild wird voraussichtlich um 16 Uhr vom Balkon des Schauspielhauses gemacht.


„Mit unserem Straßenbild zum Thema Antikapitalismus möchten wir mit Menschen über die Ungerechtigkeiten unserer Zeit ins Gespräch kommen. Egal ob am Arbeitsplatz, auf dem Wohnungsmarkt oder in der Gesundheitsversorgung – wir glauben, dass eine gerechtere Welt möglich ist. Wir wollen sichtbar sein in der Stadt. Und natürlich hoffen wir, bei der Aktion als Gruppe extrem viel Spaß zu haben!“ – Motte Milow (Bildungsteam GJ Bochum).

Solidarität mit allen Geflüchteten!

Am Donnerstag haben sich die Innenminister*innen der Europäischen Union getroffen und
mit Zustimmung von Innenministerin Nancy Faeser und der deutschen
Bundesregierung gegen die Menschenrechte entschieden. Es gab eine Einigung in zwei
entscheidenden Bausteinen der GEAS-Reform: Der Asylverfahrensverordnung und der
Asyl- und Migrationsmanagementverordnung.
Außengrenzverfahren, Haft und Massenlager sind die Folge, wenn diese
Verordnungen nach den anstehenden Trilog-Verhandlungen umgesetzt werden. Statt
einer wirklich solidarischen Lösung, die legale, sichere Fluchtrouten ermöglicht und
finanzielle Unterstützung der Kommunen auf Grundlage der
Menschenrechte leistet, schottet sich die EU weiter ab.
Dem hätte Deutschland niemals zustimmen dürfen! Wir stehen geschlossen an der
Seite der Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen!


Deshalb fordern wir:

  • Damit die Kommunen langfristig ihre wichtige Arbeit bei der Aufnahme von
    Geflüchteten fortsetzen können, muss sich der Bund stärker für die finanzielle
    Entlastung der Kommunen einsetzen.
  • Pushbacks an den Außengrenzen und die Kooperation mit der sogenannten
    libyschen Küstenwache müssen aufhören. Stattdessen müssen sichere
    Fluchtrouten geschaffen und eine europäische Seenotrettung organisiert werden.
    Es darf nicht sein, dass das Mittelmeer die tödlichste Seegrenze der Welt ist!
  • Es darf keine neuen Morias geben! Die verpflichtenden Grenzverfahren, die Teil des
    Kompromisses sind, macht solche Zustände möglich – in der Einigung konnte nicht
    einmal die Forderung durchgesetzt werden, dass Kinder pauschal aus dieser
    Lösung ausgenommen sind. Wir alle erinnern uns an die Bilder: Zelte standen in
    Flammen, Menschen, auch Familien mit Kindern, liefen panisch durch die
    Straßen und wussten nicht wohin. Auch vor dem Brand lebten die Geflüchteten in
    menschenunwürdigen Bedingungen. Ein solches Modell hebelt das Recht auf die
    individuelle Asylprüfung aus – denn Asylanträge könnten hier bereits als
    unzulässig abgelehnt werden, bevor es zu einer inhaltlichen Prüfung der Anträge in
    Europa kommt.
  • Weitere Länder als „sichere Drittstaaten“ zu bezeichnen, löst kein Problem. Die
    Bedingung für sichere Drittstaaten ist die Einhaltung der Genfer
    Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechte. Doch genau diesen
    Verträgen erteilt die EU aktuell eine Absage. Das nehmen wir nicht hin!
  • Es braucht einen verbindlichen Verteilmechanismus von Geflüchteten in der EU.
    Alle Staaten der EU müssen sich gegenseitig unterstützen und konstruktiv
    zusammenarbeiten.

Für die Einhaltung der Menschrechte und der Kinderrechtskonvention!

Mach mit!

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